{"id":467,"date":"2023-05-26T09:37:08","date_gmt":"2023-05-26T07:37:08","guid":{"rendered":"https:\/\/gaia-initiative.org\/?post_type=research&#038;p=467"},"modified":"2023-08-02T12:13:49","modified_gmt":"2023-08-02T10:13:49","slug":"entschaerfung-von-mensch-wildtier-konflikten","status":"publish","type":"research","link":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/research-articles\/entschaerfung-von-mensch-wildtier-konflikten\/","title":{"rendered":"Entsch\u00e4rfung von Mensch-Wildtier-Konflikten"},"content":{"rendered":"\n<p>Mensch-Wildtier-Konflikte sind \u00fcberall auf der Welt an der Tagesordnung, wo Menschen mit Tieren um die Nutzung von Ressourcen wie Platz oder Nahrung konkurrieren und menschliche Aktivit\u00e4ten immer gr\u00f6\u00dferen Raum einnehmen. Viele der entwickelten und angewandten Strategien zur Entsch\u00e4rfung von Mensch-Wildtier-Konflikten funktionieren oft nur teilweise oder auf dem Papier, sodass die T\u00f6tung von Wildtieren als Folge von Konflikten ein wesentlicher Faktor f\u00fcr den Verlust der biologischen Vielfalt ist. Die GAIA-Initiative arbeitet an effizienten und ausgewogenen Strategien zur Milderung von Mensch-Wildtier-Konflikten, indem sie das (r\u00e4umliche) Verhalten von Raubtieren mit Hilfe von Big Data und K\u00fcnstlicher Intelligenz analysiert und relevante Interessengruppen eng in die Wissenschaft einbindet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"484\" src=\"https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_7836-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-484\" srcset=\"https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_7836-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_7836-300x200.jpg 300w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_7836-768x512.jpg 768w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_7836-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_7836.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"482\" src=\"https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_7944-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-482\" srcset=\"https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_7944-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_7944-300x200.jpg 300w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_7944-768x512.jpg 768w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_7944-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_7944.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"480\" src=\"https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_8573-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-480\" srcset=\"https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_8573-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_8573-300x200.jpg 300w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_8573-768x512.jpg 768w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_8573-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_8573.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Die \u00fcberwiegende Mehrheit der gro\u00dfen Tierarten, insbesondere gro\u00dfe S\u00e4ugetiere und Raubtiere, leben in der sogenannten Wildnis \u2013 weit entfernt von Menschen und mit begrenzter Interaktion mit ihnen. Da der Mensch jedoch seine Aktivit\u00e4ten auf den gesamten Planeten ausgedehnt hat, sind Kontakte und Interessenkonflikte unvermeidlich. Menschen und Wildtiere konkurrieren um die Nutzung von Raum und anderen Ressourcen und geraten in Konflikt um die Sicherheit von Ernten, um Nutztiere und sogar um Menschenleben. Als Folge von Mensch-Wildtier-Konflikten (engl<em>. human-wildlife conflicts<\/em>, HWC) werden viele Tiere entnommen oder get\u00f6tet, was eine der Hauptursachen f\u00fcr den R\u00fcckgang vieler Arten von gro\u00dfen Raubtieren auf allen Kontinenten darstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>GAIA baut auf jahrzehntelange Erfahrung von Wildbiolog*innen des Leibniz-IZW in der Erforschung der r\u00e4umlichen \u00d6kologie von Geparden und in der Umsetzung von evidenzbasierten L\u00f6sungen f\u00fcr den Konflikt zwischen Farmern und Geparden in Namibia. Ein umfangreicher Satz von Bewegungsdaten der seltenen Katze, die gelegentlich Rinderk\u00e4lber erbeutet und deshalb von Farmern entfernt oder get\u00f6tet wurde, erm\u00f6glichte ein tieferes Verst\u00e4ndnis des r\u00e4umlichen Verhaltens der Art. Das Team konnte Hotspots der Aktivit\u00e4t der Geparde identifizieren, also Orte in der Landschaft an denen sich die Katzen erheblich h\u00e4ufiger aufhalten als anderswo. Indem die Viehwirte diese Hotspots mit ihren Mutterkuh-Herden mit K\u00e4lbern meiden, konnten sie ihre Verluste erheblich reduzieren. Die Motivation, die Geparde zu entnehmen oder zu t\u00f6ten, sank erheblich und der Konflikt wurde gel\u00f6st. Die Kombination von ausgefeilten Technologien f\u00fcr die Wildtier\u00f6kologie und der Einbindung in die Interessengemeinschaft \u2013 basierend auf Transparenz und Vertrauen \u2013 erwiesen sich als ausschlaggebend f\u00fcr den Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Etablierung langfristiger Forschung und das Verst\u00e4ndnis des Verhaltens von Raubtieren auf der Grundlage kontinuierlicher und hochaufl\u00f6sender Daten ist ein Kernelement der Aufgabe und Vision von GAIA. Die Initiative setzt die Geparden-Forschung fort und erweitert sie, baut eine solide Datenbank zum Verhalten von L\u00f6wen in der Etosha-Region auf und f\u00f6rdert so das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Verhalten und die Interaktion von Raubtieren. Der Einsatz K\u00fcnstlicher Intelligenz zur Analyse umfangreicher Datens\u00e4tze wird zu diesen Zielen beitragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mensch-Wildtier-Konflikte sind \u00fcberall auf der Welt an der Tagesordnung, wo Menschen mit Tieren um die Nutzung von Ressourcen wie Platz oder Nahrung konkurrieren und menschliche Aktivit\u00e4ten immer gr\u00f6\u00dferen Raum einnehmen. 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