{"id":465,"date":"2023-05-16T10:24:37","date_gmt":"2023-05-16T08:24:37","guid":{"rendered":"https:\/\/gaia-initiative.org\/?post_type=research&#038;p=465"},"modified":"2023-08-02T12:25:37","modified_gmt":"2023-08-02T10:25:37","slug":"gps-ortung-und-monitoring","status":"publish","type":"research","link":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/research-articles\/gps-ortung-und-monitoring\/","title":{"rendered":"GPS-Ortung und -Monitoring"},"content":{"rendered":"\n<p>GAIA entwickelt eine neue Generation so genannter Bio-Logger \u2013 Sender f\u00fcr Tiere, die mit einer Vielzahl von Sensoren, darunter einem GPS-Sensor, ausgestattet sind. Diese Art von Ger\u00e4ten hat sich in den letzten Jahrzehnten stark weiterentwickelt und erm\u00f6glicht es Forschenden, die Physiologie, das Verhalten und die Aktivit\u00e4t von Tieren im Zusammenhang mit ihrer Umgebung auf v\u00f6llig neue Weise zu verstehen. Aufbauend auf der langj\u00e4hrigen Erfahrung des Leibniz-IZW-Teams in der Nutzung von Satellitentelemetrie f\u00fcr die Wildtierforschung in Afrika untersucht GAIA das Verhalten von Geiern, L\u00f6wen, Hy\u00e4nen und anderen Arten, um Ver\u00e4nderungen in den von ihnen bewohnten \u00d6kosystemen besser zu verstehen \u2013 einschlie\u00dflich der anthropogenen Einfl\u00fcsse auf diese.<\/p>\n\n\n\n<p>Edge-Ger\u00e4te wie Smartphones und Wearables sind eingebettet in unser t\u00e4gliches Leben und k\u00f6nnen uns sagen, wo wir uns befinden, wie schnell wir uns bewegen und sogar, mit welchen Aktivit\u00e4ten wir den ganzen Tag \u00fcber besch\u00e4ftigt sind. Sie sammeln diese erstaunliche Menge an Daten \u00fcber eingebaute Miniatursensoren. Diese Ger\u00e4te werden von Jahr zu Jahr leistungsf\u00e4higer, aber dennoch kleiner, leichter und einfacher zu bedienen. Diese sich rasch entwickelnde Technologie steht auch Wildtier\u00f6kolog*innen zur Verf\u00fcgung, die mehr \u00fcber das Verhalten und die Bewegungen der von ihnen untersuchten Tierarten wissen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mithilfe einer Technologie, die mit Smartphones und Smartwatches vergleichbar ist, k\u00f6nnen \u00d6kolog*innen nun fast kontinuierlich den geografischen Standort, das Verhalten, die Aktivit\u00e4t und die K\u00f6rpertemperatur ihrer Versuchstiere \u00fcberwachen. Gleichzeitig sammelt das Ger\u00e4t Informationen \u00fcber das Gebiet, in dem sich das Tier bewegt, wie z. B. Lufttemperatur, Luftdruck und Salzgehalt des Wassers. Dies erm\u00f6glicht nicht nur Einblicke in die \u00d6kologie der studierten Tiere, sondern auch in die \u00d6kosysteme um sie herum. Die Forschenden sind in der Lage, anthropogene Einfl\u00fcsse, Umweltstress und den Ausbruch von Krankheiten zu erkennen, die allesamt das Verhalten der Tiere ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. Diese neue Technologie mit ihren unz\u00e4hligen Anwendungsm\u00f6glichkeiten hat ein goldenes Zeitalter des \u201eBio-Loggings\u201c eingel\u00e4utet \u2013 ein Begriff, den Wissenschaftler*innen f\u00fcr die Aufzeichnung gro\u00dfer Mengen biologischer Daten gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6kologen w\u00e4hlen die kleinstm\u00f6glichen Bio-Logging-Ger\u00e4te (oder Bio-Logger), um sicherzustellen, dass die Tiere durch das Tragen der Ger\u00e4te in keiner Weise behindert werden. Das schwerste Teil ist die Batterie, die verschiedene Sensoren, die GPS-Einheit und das Daten\u00fcbertragungsger\u00e4t mit Strom versorgt. Diese Komponenten werden mit jeder Bio-Logger-Generation leistungsf\u00e4higer; gleichzeitig schreitet die Batterietechnologie voran und kann kleinere Batterien mit h\u00f6herer Leistung liefern. Folglich kann die Gr\u00f6\u00dfe der Batterien und damit das Gewicht der Ger\u00e4te reduziert werden, w\u00e4hrend gleichzeitig die Lebensdauer und die Datenerfassungskapazit\u00e4t des Ger\u00e4ts erh\u00f6ht werden. GPS-Tracking-Halsb\u00e4nder sammeln heute mehr als zehnmal so viele Daten wie Halsb\u00e4nder \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfe, die erst vor 10 Jahren entwickelt wurden. Das bedeutet, dass Raum\u00f6kolog*innen kleinere Tiere als fr\u00fcher untersuchen und mehr Daten sammeln k\u00f6nnen, um eine Vielzahl von neuen Forschungsfragen zu beantworten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen von GAIA entwickeln Wildtierbiologinnen und Ingenieure gemeinsam eine neue Generation von Bio-Loggern, die kontinuierlich Daten sammeln, die Daten direkt und unmittelbar auf dem Logger verarbeiten und die extrahierten, relevanten Informationen \u00fcber einen Satelliten-Uplink an den Nutzer senden. Damit werden die M\u00f6glichkeiten des GPS-Tracking und -Monitoring noch einmal deutlich erweitert. Das GAIA-Ingenieurteam fokussiert sich auf zwei Aspekte, den Satelliten-Uplink und eine On-Board-Kamera mit KI-basierter Bildklassifizierung, w\u00e4hrend das Wildtierteam Bio-Logger bei einer Vielzahl von Tieren einsetzt, darunter Geier, L\u00f6wen, Hy\u00e4nen, Geparden, Leoparden, Elefanten, Nash\u00f6rner und verschiedene Antilopenarten, um sowohl Forschungsfragen anzugehen als auch Referenzdaten f\u00fcr die technische Entwicklung zu liefern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GAIA entwickelt eine neue Generation so genannter Bio-Logger \u2013 Sender f\u00fcr Tiere, die mit einer Vielzahl von Sensoren, darunter einem GPS-Sensor, ausgestattet sind. 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