{"id":463,"date":"2023-05-16T10:12:15","date_gmt":"2023-05-16T08:12:15","guid":{"rendered":"https:\/\/gaia-initiative.org\/?post_type=research&#038;p=463"},"modified":"2023-08-02T12:18:00","modified_gmt":"2023-08-02T10:18:00","slug":"tiergestuetzte-fernerkundung","status":"publish","type":"research","link":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/research-articles\/tiergestuetzte-fernerkundung\/","title":{"rendered":"Tiergest\u00fctzte Fernerkundung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Satelliten und Flugzeuge spielen eine entscheidende Rolle bei der Erfassung von Umweltdaten aus der Ferne und helfen uns, unser Klima und unsere \u00d6kosysteme besser zu verstehen. Aber auch Tiere verf\u00fcgen \u00fcber au\u00dfergew\u00f6hnliche Sinne und einzigartige F\u00e4higkeiten, um Ver\u00e4nderungen in ihrem Lebensraum zu erkennen. Durch die Kombination der Sinnesleistungen und F\u00e4higkeiten der Tiere mit Fernerkundungstechnologien plant GAIA, unseren Planeten besser zu beobachten und zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"610\" src=\"https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Z9F0182-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-610\" srcset=\"https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Z9F0182-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Z9F0182-300x200.jpg 300w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Z9F0182-768x512.jpg 768w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Z9F0182-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Z9F0182.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"681\" data-id=\"608\" src=\"https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/JON3144-1024x681.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-608\" srcset=\"https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/JON3144-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/JON3144-300x200.jpg 300w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/JON3144-768x511.jpg 768w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/JON3144-1536x1022.jpg 1536w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/JON3144.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"607\" src=\"https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC09815-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-607\" srcset=\"https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC09815-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC09815-300x200.jpg 300w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC09815-768x512.jpg 768w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC09815-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/gaia-initiative.org\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC09815.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Zeitalter des Anthropoz\u00e4ns ist es unerl\u00e4sslich, so viele detaillierte Informationen wie m\u00f6glich \u00fcber Ver\u00e4nderungen in unserer Umwelt zu sammeln. Unser Lebensunterhalt und Wohlergehen h\u00e4ngen von gesunden und stabilen \u00d6kosystemen ab; diese tiefgehend zu verstehen ist f\u00fcr ihren Schutz unerl\u00e4sslich. Gl\u00fccklicherweise haben uns die technologischen Fortschritte Instrumente an die Hand gegeben, mit denen wir pr\u00e4zise Daten sammeln und wichtige R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Prozesse und Bedingungen in den \u00d6kosystemen ziehen k\u00f6nnen. Die Fernerkundung \u2013 h\u00e4ufig von Flugzeugen, Ballons oder Satelliten aus durchgef\u00fchrt \u2013 erm\u00f6glicht es, gro\u00dfe Gebiete und abgelegene Regionen \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume zu \u00fcberwachen. Diese \u201eAugen am Himmel\u201c sind eine wertvolle Erg\u00e4nzung zu den Beobachtungen an Land und helfen uns, Meeres- und Luftstr\u00f6mungen, Ver\u00e4nderungen der Bodenbedeckung oder den Klimawandel besser zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein faszinierender neuer Bereich der Fernerkundung ist es, nat\u00fcrliche \u201eAugen am Himmel\u201c f\u00fcr die Beobachtungen zu nutzen \u2013 Lebewesen, die sich \u00fcber Millionen von Jahren entwickelt haben und \u00fcber F\u00e4higkeiten verf\u00fcgen, die in bestimmten F\u00e4llen jedes vom Menschen geschaffene Instrument \u00fcbertreffen. Tiere verf\u00fcgen \u00fcber \u00fcberlegene Sinne und Verhaltensstrategien, die es ihnen erm\u00f6glichen, subtile und dramatische Ver\u00e4nderungen in ihren \u00d6kosystemen wahrzunehmen und kritische Ereignisse zu erkennen. Geier zum Beispiel fungieren als \u201eW\u00e4chter-Art\u201c und k\u00f6nnen die Fernerkundung auf ein neues Niveau heben. Sie patrouillieren regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber weite Gebiete auf der Suche nach Nahrung und arbeiten dabei ohne Emissionen, zus\u00e4tzliche Ressourcen oder Reparaturen. Dar\u00fcber hinaus werden ihre Patrouillen von ihrem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Sehverm\u00f6gen und ihrer Mission, Kadaver zu finden, geleitet. Die Art und Weise, wie sie patrouillieren, wonach sie suchen, und die Ereignisse, zu denen sie uns f\u00fchren, k\u00f6nnen zudem mit bestimmten Umweltver\u00e4nderungen und \u00f6kologischen Prozessen in Verbindung gebracht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um das Potenzial der geiergest\u00fctzten Fernerkundung voll auszusch\u00f6pfen, fokussiert sich GAIA auf zwei wesentliche Aspekte. Erstens werden Geier mit leistungsstarken Tiersendern ausgestattet, um ihre Bewegungen und ihr Verhalten r\u00e4umlich und zeitlich detailliert zu \u00fcberwachen. GAIA stattete bereits mehr als 130 Geier in Afrika mit den GPS-Sendern aus, die nun Teil des GAIA-Fr\u00fchwarnsystems sind. Zweitens entwickelt das Team neue technische L\u00f6sungen, um noch besser zu verstehen, was genau die Tiere sehen und tun. Dazu geh\u00f6ren ein neu entwickelter Kamera-Tag mit integrierter Kamera, K\u00fcnstlicher Intelligenz zur Verhaltens- und Bilderkennung sowie ein Satelliten-Uplink f\u00fcr die Echtzeitabdeckung in entlegenen Regionen. Mit diesen Hilfsmitteln k\u00f6nnen die Tiere Bilder aufnehmen und Daten \u00fcber ihre Umgebung schneller, mit h\u00f6herer Aufl\u00f6sung als Satellitenbilder liefern. Dieser innovative Ansatz erm\u00f6glicht es GAIA, die Natur durch die Augen der Tiere zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Fortschritt in der tiergest\u00fctzten Fernerkundung tr\u00e4gt zu einem neuen und sich entwickelnden Bereich in der Umweltwissenschaft bei und er\u00f6ffnet eine Reihe von Anwendungen und Forschungsm\u00f6glichkeiten. Im Fall von GAIA hilft dieser Ansatz zum Beispiel bei der Echtzeit-Erkennung und \u00dcberwachung von Wildtierkrankheiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Satelliten und Flugzeuge spielen eine entscheidende Rolle bei der Erfassung von Umweltdaten aus der Ferne und helfen uns, unser Klima und unsere \u00d6kosysteme besser zu verstehen. Aber auch Tiere verf\u00fcgen \u00fcber au\u00dfergew\u00f6hnliche Sinne und einzigartige F\u00e4higkeiten, um Ver\u00e4nderungen in ihrem Lebensraum zu erkennen. Durch die Kombination der Sinnesleistungen und F\u00e4higkeiten der Tiere mit Fernerkundungstechnologien plant [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":701,"template":"","tags":[59],"research_topics":[83],"class_list":["post-463","research","type-research","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","tag-animal-borne-remote-sensing-2","research_topics-technologien-methoden"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/research\/463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/research"}],"about":[{"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/research"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/701"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=463"},{"taxonomy":"research_topics","embeddable":true,"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/research_topics?post=463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}