{"id":526,"date":"2023-04-28T11:00:13","date_gmt":"2023-04-28T09:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/gaia-initiative.org\/?p=526"},"modified":"2023-06-13T11:30:32","modified_gmt":"2023-06-13T09:30:32","slug":"ki-bilderkennung-und-iot-kommunikation-gaia-stellt-prototypen-neuer-technologiemodule-fuer-tiersender-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/ki-bilderkennung-und-iot-kommunikation-gaia-stellt-prototypen-neuer-technologiemodule-fuer-tiersender-vor\/","title":{"rendered":"KI-Bilderkennung und IoT-Kommunikation: GAIA stellt Prototypen neuer Technologiemodule f\u00fcr Tiersender vor"},"content":{"rendered":"\n<p>Die GAIA-Initiative ist ein Zusammenschluss aus Forschungsinstituten, Naturschutzorganisationen und Unternehmen mit dem Ziel, ein High-Tech-Fr\u00fchwarnsystem f\u00fcr \u00f6kologische Ver\u00e4nderungen zu schaffen. In mehreren Projekten erforschen sie seit Anfang 2022 die Funktionsweise von ausgew\u00e4hlten \u00d6kosystemen und entwickeln eine neue Generation von Tiersendern mit sensornaher K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI), einer integrierten Kamera, energieeffizienter Elektronik und satellitengest\u00fctzter Kommunikationstechnik, die noch nie dagewesene Einblicke in \u00d6kosysteme erm\u00f6glichen sollen. Ihre Verb\u00fcndeten sind dabei Geier. Die Geier sind in der Lage, tote Tiere in der Savanne \u2013 etwa die Opfer des Ausbruchs einer Tierseuche \u2013 sehr schnell und zuverl\u00e4ssig aufzusp\u00fcren. Ihre Sinnesleistungen und Intelligenz werden durch die neuartigen Tiersender f\u00fcr uns Menschen lesbar gemacht. Die Sender erkennen und \u00fcbermitteln Tierverhalten in Echtzeit und sind daher Kernkomponenten eines Netzwerks aus tierischer, menschlicher und k\u00fcnstlicher Intelligenz \u2013 des \u201eI\u00b3nternet of Life\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf einer Veranstaltung am 27. April 2023 im Zeiss-Gro\u00dfplanetarium Berlin f\u00fchrte die GAIA-Initiative geladenen G\u00e4sten die Prototypen zweier neuer Technologie-Module vor und demonstrierte damit erstmalig die vollst\u00e4ndige Funktionskette ihres \u201eI\u00b3nternet of Life\u201c:<\/p>\n\n\n\n<p>Das Team vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr Integrierte Schaltungen und vom Leibniz-Institut f\u00fcr Zoo- und Wildtierforschung zeigte, wie eine K\u00fcnstliche Intelligenz auf einem Mikrokontroller die Bewegung eines Geiers analysierte und dabei Fressverhalten erkannte. Dies l\u00f6st eine Bildaufnahme der Kamera aus, die in den neuen Tiersender integriert und auf der Brust der V\u00f6gel angebracht ist. Eine weitere KI zur Bilderkennung wertet das Kamerabild umgehend aus und ist in der Lage, ein totes Tier zu identifizieren. Es ist auf diese Weise zum Beispiel m\u00f6glich, ein sehr genaues, schnelles und zuverl\u00e4ssiges Bild davon zu bekommen, wie viele Zebras in einer Region etwa an Milzbrand sterben oder ob (und wo genau) beispielsweise eine Blaualgenbl\u00fcte in den Wasserstellen f\u00fcr den Tod von vielen Elefanten verantwortlich ist \u2013 wie vor wenigen Jahren in Botswana geschehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der zweiten Technologieneuheit handelt es sich um ein Kommunikationsmodul, das auf dem Tiersender generierte Informationen samt GPS-Koordinaten \u00fcber eine Satellitenverbindung an eine Bodeneinheit senden kann. Daf\u00fcr adaptieren die Kommunikationsspezialisten des Teams das IoT-Protokoll mioty\u00ae f\u00fcr den Einsatz auf den GAIA I\u00b3-Tiersendern. Durch die mioty\u00ae-Kommunikation werden in Zukunft wichtige Informationen \u00fcber Vorkommnisse in weitl\u00e4ufigen \u00d6kosystemen unabh\u00e4ngig von der Abdeckung mit terrestrischen Funknetzen gesendet und somit zuverl\u00e4ssig und ohne Zeitverzug Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten in diesen \u00d6kosystemen gemeldet. Damit k\u00f6nnen Gegenma\u00dfnahmen rasch und zielgenau eingeleitet werden. F\u00fcr die Daten\u00fcbertragung verfolgt die GAIA-Initiative die Vision eines Netzwerks aus Kleinsatelliten im Orbit, bei welchem die Weltraumtechnik die Br\u00fccke zwischen den Tieren, Sendern und Menschen schl\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Arbeiten der GAIA-Initiative heben neue technologische Potenziale f\u00fcr die Wildtierforschung und f\u00fcr den Artenschutz. In den kommenden Monaten und Jahren wird das Team diese Technologien weiterentwickeln und von Prototypen zu robuster, einsatzf\u00e4higer Technik gelangen. Und GAIA denkt noch weiter: Inspiriert von der Schwarmintelligenz der Geier und deren Interaktion mit anderen Raubtieren wird das Team eine virtuelle Schwarmintelligenz in einem Netzwerk von Tiersendern entwickeln, um eine effizientere Datenanalyse durch eine verteilte K\u00fcnstliche Intelligenz zu erm\u00f6glichen \u2013 das sogenannte Extreme Edge Computing.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Veranstaltung waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Umweltschutz und Fachkreisen f\u00fcr Raumfahrt, Satellitenkommunikation und KI vertreten. Gru\u00dfworte sprachen Dr. Anna Christmann MdB, Koordinatorin der Bundesregierung f\u00fcr Luft- und Raumfahrt, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt, und Prof. Dr. Martina Brockmeier, Pr\u00e4sidentin der Leibniz-Gemeinschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf einer Veranstaltung am 27. April 2023 im Zeiss-Gro\u00dfplanetarium Berlin stellte die GAIA-Initiative im Beisein von Dr. Anna Christmann MdB (Koordinatorin der Bundesregierung f\u00fcr Luft- und Raumfahrt), Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla (Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt) und Prof. Dr. Martina Brockmeier (Pr\u00e4sidentin der Leibniz-Gemeinschaft) die Prototypen zweier Technologiemodule f\u00fcr neuartige Tiersender mit Kamera, KI und Satellitenkommunikation vor, die eine Beobachtung von Wildtieren und \u00d6kosystemen in neuer Qualit\u00e4t erm\u00f6glichen und kritische Ver\u00e4nderungen wie beispielsweise den Ausbruch von Wildtierkrankheiten schnell erkennen k\u00f6nnen. GAIA kommt dabei ihrer Vision eines weltumspannenden Netzwerks tierischer, k\u00fcnstlicher und menschlicher Intelligenz einen Schritt n\u00e4her.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":529,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[88],"tags":[31,32,45,61,64],"class_list":["post-526","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeine-news","tag-gaia-sat-iot-2","tag-synaki-2","tag-energy-efficient-hardware-and-software-for-animal-tags","tag-satellite-based-iot-communication-system-2","tag-artificial-intelligence-for-image-recognition-2"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/526","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=526"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/526\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":554,"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/526\/revisions\/554"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/529"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=526"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=526"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gaia-initiative.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=526"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}